Webhosting ist die Bereitstellung von Speicherplatz und Rechenleistung auf einem dauerhaft mit dem Internet verbundenen Server, damit eine Website abrufbar ist. Der Anbieter stellt die Technik, der Kunde die Inhalte.
Beim geteilten Hosting liegen viele Websites auf demselben Server und teilen sich dessen Leistung. Das ist günstig und genügt für kleinere Websites. Ein virtueller Server weist feste Ressourcenanteile zu und gibt vollen Zugriff auf die Systemkonfiguration. Ein dedizierter Server steht allein zur Verfügung. Verwaltetes Hosting schließlich ist auf ein bestimmtes System zugeschnitten und nimmt Aktualisierungen, Sicherung und Absicherung mit ab, was den Aufwand im eigenen Haus senkt.
Bei der Auswahl zählen weniger die beworbenen Speichergrößen als einige nüchterne Kriterien. Der Serverstandort sollte in der Zielregion liegen, weil jede Entfernung Reaktionszeit kostet. Die eingesetzten Versionen von PHP und Datenbank sollten aktuell sein, da veraltete Versionen weder Sicherheitsaktualisierungen noch moderne Software zulassen. Serverseitige Zwischenspeicherung, also das Vorhalten fertig berechneter Seiten, aktuelle Übertragungsprotokolle und Komprimierung wirken unmittelbar auf die Ladezeit.
Ein Punkt wird regelmäßig zu spät geprüft: die Sicherung. Fast jeder Anbieter wirbt mit Backups, die entscheidende Frage lautet aber, wie weit sie zurückreichen, wie oft sie erstellt werden und ob sich einzelne Dateien oder Datenbanken selbst zurückholen lassen. Ein Backup, das nur der Anbieter im Störungsfall einspielen kann, hilft am Freitagabend wenig. Dazu gehört, die Wiederherstellung einmal tatsächlich zu erproben, statt auf ihr Vorhandensein zu vertrauen.
Werden über die Website personenbezogene Daten verarbeitet, gehört zum Hosting in aller Regel ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter nach Art. 28 DSGVO. Zu klären ist außerdem, ob über Konzernstrukturen oder Fernwartung ein Zugriff aus Drittländern entstehen kann; ein deutscher Serverstandort allein beantwortet das nicht. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.
Ein praktischer Rat zum Schluss: Domain und Hosting vertraglich getrennt halten und die Zugangsdaten im eigenen Haus dokumentieren. Beides klingt nach Kleinigkeit und entscheidet später darüber, wie aufwendig ein Anbieterwechsel wird.